Als Gründer des Gesangverein „Eintracht“ 1843 Fränkisch-Crumbach wird Pfarrer Friedrich Ludwig Karl Stahl, der von 1839-1848 in der evangelischen Kirchengemeinde tätig war, angesehen. Durch seine Anregung entstand ein „Singverein“ der Vorläufer des heutigen Vereins. Er gehörte auch dem ersten Vorstand an. Das Jahr 1843 wird wohl deswegen als Gründungsjahr des Vereins angesehen, weil Pfarrer Stahl damals zum ersten Mal einen Kreis von 45 Sängern gewinnen konnte. Der Zweck des Vereins war die Förderung des Kirchen- und Volksgesangs. Die gesangliche Ausbildung schritt rasch voran. Schon am 16. Mai 1844 (Himmelfahrt). wurde ein großes Fest gefeiert. In der Chronik heisst es dazu: „Herr von Gemmingen bewilligte den Charlottenberg. Es fand sich eine Menge Menschen von nah und fern zusammen, und alles fiel gut aus, sämtliche hiesigen Wirte machten glänzende Geschäfte auf dem Platze, und alles war in Freude. Herr von Gemmingen war leider auf einem Besuch in Mannheim unwohl geworden und darum nicht da, was umso mehr zu bedauern ist, als die gräflichen Nachbarn der an sie ergangenen Einladung gefolgt waren. Es ist die Absicht des Singvereine der Gegend, diese Feste jährlich mit Abwechslung der Orte zu wiederholen und auszudehnen.“ Herbe Rückschläge waren durch die große Armut und den Tod des Gründers mit nur 44 Jahren am 28. Oktober 1848 dem Jahr der „Revolution“ in Deutschland unausweichlich und so ging es mit dem Verein erst einmal bergab. Erst 1855 fanden sich die alten Mitglieder des Singvereins zusammen und bekräftigten Ihren Willen damit, dass sie ihren Gesangverein  von nun an „Eintracht“ nannten und schrieben dies auch auf ihre erste Fahne, die 1862 eingeweiht wurde. Während der Kriege ruhten die Vereinstätigkeiten nahezu, so dass das 100 Jährige Bestehen nicht gefeiert wurde. In den 50iger und 60iger Jahren kam es zu einer sehr erfolgreichen Zeit des Vereins. Auf etlichen Sängerwettstreitveranstaltungen errungen die Sänger (bis zu 56 Sänger) zahlreiche Preise. 1953 wurde nach langer Zeit wieder ein Fest zum 110 jährigen Jubiläum veranstaltet. In der Chronik heisst es hierzu:“ Unser Herr Adolf Baron von Gemmingen-Hornberg (1866-1963) stiftete aus Freude über das so gut gelungene Fest einen wertvollen Silberpokal mit entsprechender Widmung und der Bedingung, dass dieser Pokal für alle Zeiten der Crumbacher Eintracht verbleiben muss.“ 

1910 Einladung und zugleich Programm zum 6.März 1910

1957 sang unser Verein beim 3. Bundeschorkonzert in der Darmstädter Stadthalle, das der hess. Rundfunk übertrug.  

1958 erhielt unser Verein für besondere Leistungen den Kritikerpreis vom Darmstädter Tagblatt 

1968 wurde das 125 jährige Jubiläum gefeiert und es kam zum schönsten und größtem Feste, das bis dahin in Fränkisch-Crumbach zustande kam. 

In den 70iger Jahren musste man dann dem Zeitgeist Tribut zollen. Nur noch wenige junge Männer fanden den Weg zum Chor.Trotzdem gelang es den Crumbacher Sängern z.b. 1974 mit nur 16 Personen beim Prädikat-Wertungssingen  die Tagesbestleistung gegen zahlenmäßig übemächtige Konkurrenz zu erbringen. Anläßlich des 135jährigen Bestehens wurde sogar eine Schallplatte produziert. Mit der Zeit wandelte sich auch das Liedgut. Es wurde mehr Wert auf Volkslieder gelegt. 

1981 fanden sich anlässlich einer Veranstaltung 20 Frauen des Landfrauenvereins auf der Bühne zusammen und sangen so gut, dass der damalige Chorleiter Heinz Block sagte: „Diese Frauen müssen wir für den Gesangverein gewinnen. Sie müssen zusammenbleiben und als Frauenchor ihre Leistungen festigen.“ Der Vorstand war mit dem Vorschlag einverstanden und beauftragte den damaligen 1. Vors., Karl Jost, bei der damaligen Vorsitzenden der Landfrauen, Annemarie Jost, vorzusprechen. Karl gelang es, seine Frau Annemarie von der Notwendigkeit des vom Chorleiter geplanten  Vorhabens zu überzeugen. Ihr ist es zu verdanken, dass bald die erste Singstunde des Frauenchors stattfand. Bei der Weihnachtsfeier des roten Kreuzes in der Turnhalle konnte schon in der Öffentlichkeit gesungen werden.

In der Folgezeit schieden krankheits- und altersbedingt noch Männer aus dem aktiven Chor aus.

1982 wurde der gemischte Chor bei der "Eintracht" 1843 gegründet und somit der Fortbestand des Vereins gesichert. Die erste Singstunde des gemischten Chors fand am 04.08.1982 statt. Schon am 30.August 1982, beim bunten Abend des Gauturnfestes in Fränkisch-Crumbach, konnte sich der gemischte Chor der Öffentlichkeit vorstellen und wurde mit viel Beifall bedacht.

Dass die Chorgründung, oder der Zusammenschluss, wie man es nun nennen mag, mit vereinsinternen Schwierigkeiten verbunden war, darf nicht verschwiegen werden. 139 Jahre Männerchor - ein Umgewöhnen war nicht leicht - aber es gelang!

1983 feierte der Verein sein 140 jähriges Bestehen mit einem großen Jubiläum. Mehrere Veranstaltungen wie Festgottesdienste, Sängerball und das 1. Volksliederwettsingen der Ortsvereine verbunden mit einem Jubiläumsabend zeugen von einem engagierten Vorstand samt Mitglieder. Am 01.Oktober 1983 gelang dem rührigen Vorstand ein Geniestreich. Der Unterhaltungsabend mit den "Zillertaler Schürzenjägern" (sie waren das erste Mal im Odenwald) wurde ein voller Erfolg und in der Folge gastierte die Band des Öfteren in der Region und wurden darüber hinaus zur einer internationalen Topband.

In der Folgezeit war der aktive Chor hauptsächlich mit dem Einstudieren neuen Liedgutes beschäftigt.

Viele gelungene Aktivitäten und Veranstaltungen wie Konzerte im Schloßpark, Singen Crumbacher Vereine, Vereinsausflüge, Liederabende mit Gastvereinen, Gegenbesuche bei diesen Gesangvereinen, Kreiswertungssingen besucht und vom Verein ausgereichtet, Ortsvereine bei Veranstaltungen unterstützt, - wurden entwickelt und durchgeführt.

1988 veranstaltete der Verein mit Chorleiter Heinz Block und Klaus Vetter an der Orgel ein fulminantes Jubiläumskonzert in der ev. Kirche zu Fränksich-Crumbach.

Der damalige Bürgermeistern schrieb – überwältigt von der Harmonie und Qualität des Abends – u.a. folgendes:“ Viele Chöre habe ich schon von Ihnen gehört – aber dieses Konzert…hat mich von allen am meisten beeindruckt…Es war eine  Sternstunde für unseren Gesangverein und auch für die Zuhörer. Ein wahrhaft würdiger Rahmen für das 145 jährige Bestehen.“

1993 – Erstellung einer Jubiläumsheftes mit Auszügen aus der Chronik

 

 

 

 

 

 

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