Nur nicht wieder beim weihnachtlichen Singen den Wetterverhältnissen ausgesetzt sein – so war der Gedanke, als im Frühjahr der Plan für das diesjährige Weihnachtskonzert des Crumbacher Chors reifte. Und so kam es, dass sich am 2. Adventsonntag die katholische Kirche in Fränkisch-Crumbach am späten Nachmittag in Erwartung des Konzerts „Weihnachtsstimmen“ stetig füllte. Alles war liebevoll und festlich geschmückt, und so stellte sich schon beim Eintreten frühweihnachtliche Stimmung bei den Besuchern ein.

Für den Crumbacher Chor war das Konzert eine Feuerprobe, denn es  war der erste öffentliche Auftritt unter der neuen Leitung von Werner Utmelleki. Der Organist und Chorleiter aus Schaafheim hatte den Chor im Sommer übernommen, und seit dieser Zeit wurden freitags abends intensiv Weihnachtslieder geübt. Sogar ein komplettes Wochenende im Oktober wurde von den  Sängerinnen und Sängern bereitwillig zum Proben genutzt.

Das Konzert unterteilte sich in mehrere Abschnitte, die viel Abwechslung versprachen. Eröffnet wurde das Weihnachtskonzert von den Frauen des Crumbacher Chors mit dem Lied „Maria durch ein Dornwald ging“. Als sie sich singend und mit Teelichtern in den Händen durch die Kirchengänge langsam nach vorne zum Altar bewegten, lauschten alle gespannt auf den Gesang und ließen die besondere Atmosphäre auf sich wirken.  Nachdem dann auch die Männer des Chors vorne ihren Platz eingenommen hatten, begrüßte Jochen Nösinger, 2. Vorsitzender des Vereins „Gesangverein Eintracht 1843“,  die zahlreichen Gäste und den Gastchor DaChor aus Schaafheim. Ohne lange Vorrede kündigte er die nächsten beiden Lieder „Weihnachtsstern“ und „Siehst du die Sterne am Himmel stehn“ an. Er und Petra Muntermann teilten sich die Moderation für die vom Crumbacher Chor vorgetragenen Lieder. Sie gaben dabei immer auch ein paar Einblicke in deren Geschichte. So konnte man z.B. erfahren, dass der Ursprung des Eröffnungslieds vermutlich schon im 16. Jahrhundert liegt. Genauso wurden aber auch noch recht aktuelle Lieder präsentiert, wie z.B. das Lied „Wunder geschehen“, ursprünglich von Nena gesungen, das noch heute mit dem Fall der Berliner Mauer in Verbindung gebracht wird.

Nach dem ersten Gesangsteil trug Walli Assmann ein Gedicht vor mit dem Titel „Ich wünsche dir Zeit“, was uns daran erinnern sollte, was wirklich wichtig ist im Leben.

Danach gab es einen Chorwechsel. Der Chor DAChor-LadiesEnsemble, ebenfalls unter der Leitung von Werner Utmelleki, hatte sich gerne bereit erklärt, zu dem Konzert beizutragen. Der Chor besteht aus 8 Frauen, wovon leider zwei an diesem Tag erkrankt waren.  So war sogar eine ehemalige Sängerin des Chors eigens aus München zum Konzert angereist, um den Chor zu unterstützen. Mit ihrem zum Teil 7-stimmigem Gesang verzauberten die Sängerinnen dann auch die Zuhörer. Manch einer konnte nicht umhin, bei „Halleluja“ und „We are the world“ die Augen zu schließen und leise mitzusingen. „Gabriella‘s Song“ wurde in schwedischer Sprache vorgestellt.  

Es folgte ein Teil mit Solisten des Crumbacher Chors. Peter Lehmler spielte ein Gitarren-Solo mit dem Titel „Winternacht“, Dieter Fornof präsentierte das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ und Christine Warmbold sang „Adeste Fidelis“. Die beiden Gesangs-Soli wurden von Werner Utmelleki an der Orgel begleitet. Das alles sorgte bestimmt nicht nur bei einem für Gänsehaut.

Danach wechselten sich die beiden Chöre nochmals ab und präsentierten dabei Lieder aus aller Welt. „So this is Christmas“ von John Lennon war mit dabei; das Lied „Blauer Vogel“ aus Bolivien  und „Hört der Engel helle Lieder“ wurde vom Crumbacher Chor intoniert. Der DAChor aus Schaafheim sang eine vertonte Form des Vater-unsers. Richtig flott ging es dann weiter mit „Jingle Bell Rock“ , „Santa Claus“ und „Amen“.  Und auch der Crumbacher Chor präsentiert anschließend noch Lieder, die aus den Medien bekannt sind: „Can you feel the love tonight“ von Elton John und das bekannte „Winter-Wonderland“. Als letztes Lied war dann „Joy to the world“ an der Reihe – oder auch „Freue dich Welt“, denn das Lied wurde teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch gesungen.

Begleitet wurde der Crumbacher Chor bei seinen Liedern wechselweise von Peter Lehmler an der Gitarre und Oliver Löbbert am Piano.

Am Ende kamen alle Akteure nochmal vor dem Altar zusammen und ernteten großen Applaus. Und zum feierlichen Abschluss des Abend war nun auch das Publikum noch eingeladen mitzusingen, und so erklang das allseits bekannte Weihnachtlied „Oh du fröhliche“ aus vielen Kehlen.

Der große Applaus zum Abschluss des Konzerts lässt vermuten: Feuerprobe bestanden!

Text: Angelika Spuck, Crumbacher Chor

Bild: Mark Kristel

 

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